EMK Lindenkirche in Berlin-Wittenau
EMK Lindenkirche in Berlin-Wittenau

Willkommen in der Lindenkirche ...

... und schön, dass Sie sich bei uns umschauen wollen. Auf unserer Website finden Sie die wichtigsten Informationen zu unserer Gemeinde.
Wenn wir Sie neugierig gemacht haben: „Probieren“ Sie uns doch einmal direkt aus in unserer Kirche, beim Gottesdienst und bei unseren Veranstaltungen.

Wie Sie zu uns finden

Wilhelm-Gericke-Straße 42,
13437 Berlin (Wittenau)
Telefon: (030) – 4141236
Mail: berlin.nord@emk.de

Pastorin: Anja Müller
Gemeindevertreter: Matthias Wichers

Hinweise, wie Sie uns mit dem Auto oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen können, finden Sie unter der Wegbeschreibung

Begegnungsfest 2017

Schon zum 5. Mal findet das Begegnungsfest auf dem Gelände der Karl-Bonhoeffer-Klinik statt. Zum Sonnabend, 16. September lädt der Integrationsbeauftragte aus unserem Bezirk alle Interessierten im Bezirk ein, gemeinsam mit den Geflüchteten ein großes Fest zu feiern. Und viele machen mit: Polizei und Sportvereine, Treffpunkte und Beratungsstellen - und natürlich wir mit unserem berühmten Kaffee-/Kuchenstand des Lindencafés. Von 13 bis 17 Uhr bieten wir Kaffee und Tee, selbstgemachten und gespendeten Kuchen an und wollen dabei mit den vielen Besuchern und Bewohnern ins Gespräch kommen. Dafür brauchen wir Freiwillige, die am Stand stehen, Kuchen backen, Wasser holen. Aber auch beim Auf- und Abbau ist Hilfe gefragt.

Birgit Meinhardt

Bericht von der Norddeutschen Jährlichen Konferenz 2017 in Bremerhaven

Als klar war, dass Bremerhaven die Norddeutsche Jährliche Konferenz (NJK) einlädt, war das für viele ziemlich überraschend. Eine kleine Gemeinde, eine Hafenstadt, ein eigentlich unbekannter Ort. Und doch war es vielleicht genau das, das reizt, das neugierig auf etwas Neues, etwas Anderes macht. So manches war dann auch tatsächlich anders bei dieser Jährlichen Konferenz. Beginnen wir mit dem Motto der NJK: “Aufbrechen“. Kein Bibelwort, kein Zitat, einfach nur ein Wort: Aufbrechen. Aber in diesem einen Wort steckt so Vieles drin. Das haben wir dann auch an manchen Stellen ausprobiert. Der Eröffnungsgottesdienst fand am Hafen in aller Öffentlichkeit statt, vor einem Restaurant, in einer Fußgängerzone, in der etliche Menschen spazieren gingen – mit einer Gospelgruppe, Gästen aus der Ökumene und natürlich auch einer Predigt. Ein Kind tanzte zur Gospelmusik.
Die Morgenandachten hörten wir ebenfalls am Hafen, nur ein kleines Stück weg vom Ort des Eröffnungsgottesdienstes. Das war schon ein anderes Gefühl und auch ziemlich ungewohnt.
Im Konferenzlied ging es auch ums Aufbrechen. Die erste Strophe heißt:
Komm, wir brechen auf aus den Mauern der Einsamkeit.
Komm, wir brechen auf aus dem satten Einerlei.
Komm, wir gehen los und wir werden finden.
Komm, wir gehen los, einer hört unsern Schrei.
Und dann der Refrain:
Ich habe Durst, ich hab noch Träume, will nicht so schnell zufrieden sein.
Ich habe Durst, wo ist die Quelle für echtes Leben gegen den Schein?

Aufbrechen heißt auch unterwegs sein. Das mussten wir zwangsläufig, weil die Orte, an denen die unterschiedlichen Veranstaltungen stattfanden, teils ziemlich auseinander lagen. Für die Zukunftskonferenz brauchten wir sogar einen Bustransport.
Aufgebrochen sind wir beim Nachmittag der Gemeinschaft. Dieser fand nämlich auf einer Autofähre statt. Dumm nur, dass der Wesertunnel gesperrt war und mehr Autos als sonst die beiden Fähren nutzen wollten. Aber gebucht war gebucht. Wir hatten die Fähre für uns – trotz einiger neidischer Blicke der Umstehenden.
Auch inhaltlich wollten wir aufbrechen. Das ist uns manchmal gelungen, manchmal auch nicht.
In der Zukunftskonferenz haben wir wie 2016 unter der professionellen Leitung zweier Moderatoren die Ergebnisse vorgestellt und diskutiert, die aus der Konferenz 2016 angestoßen und durch die sog. Steuerungsgruppe fortgeführt wurden. Ein Werkzeugkasten wurde z.B. entwickelt, mit dessen Hilfe Gemeinden neu denken können. Einige Stichworte:
- die methodistische Identität – was ist das oder besser gesagt: wie können wir diese wieder neu entdecken?
- Willkommenskultur in Gemeinden: Wie wirken Gemeinden auf Besucher, Gäste?
- Entdeckung des Umfelds der Gemeinde
- Wohlergehen und gabenorientierter Einsatz von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
- Möglichkeiten Ökumenischer Zusammenarbeit
- Wie kann künftig die Arbeit mit Kindern- und Jugendlichen gestaltet werden?
Wir werden im Gemeindevorstand nachdenken, ob und welche Themen wir ggf. angehen.

Was haben wir sonst noch so gemacht?
Ein Antrag, die bisher bestehenden drei Distrikte der Konferenz: Berlin, Hamburg und Essen auf zwei zu reduzieren, wurde mit 63 zu 62 Stimmen abgelehnt. Knapper geht es nun wirklich nicht. Damit musste eine Urwahl für den Superintendent des Essener Distrikts durchgeführt werden. Stefan Kraft aus Hamburg-Harburg, Manchen aus seiner Zeit in Berlin-Lankwitz vielleicht bekannt, wird dieses Amt ab 2018 übernehmen.

Die Konferenz wurde vom neuen Bischof Harald Rückert sehr souverän geleitet. Im Abschlussgottesdienst wurden wir – Hauptamtliche und Laien – von ihm gemeinsam ausgesandt zu euch in die Gemeinden und in die Welt, um Gottes Wort weiterzusagen.

Ja, und dann war die Konferenz auch schon wieder vorbei, mit Gottes Segen, im Bewusstsein, Neues oder Anderes beginnen zu wollen und voll Vertrauen, dass wir als Menschen, die wir Gemeinde verkörpern, gebraucht werden als diejenigen, die für andere Menschen da sein wollen, wenn sie gebraucht werden, ihnen helfen wollen in allen Situationen des Lebens und auch von Gott und seiner Liebe zu uns erzählen wollen. Ich bin fröhlich wieder nach Hause aufgebrochen.
Im nächsten Jahr tagen wir dann in Berlin-Lankwitz.

Matthias Wichers